10 Tipps für frisch Selbstständige
Die ersten Kunden gewinnen
Du hast dich selbstständig gemacht. Deine Idee steht, vielleicht hast du schon ein Logo, einen Instagram-Account oder sogar eine Website. Du bist motiviert, endlich loszulegen.
Und dann kommt die Frage, die fast jede Selbstständigkeit früher oder später bestimmt:
Wie gewinne ich eigentlich meine ersten Kunden?
Gerade am Anfang kann sich Kundengewinnung ziemlich überwältigend anfühlen. Plötzlich sollst du nicht nur gut in deinem eigentlichen Beruf sein, sondern auch verkaufen, Marketing machen, Social Media verstehen, bei Google gefunden werden, eine Website pflegen und irgendwie dafür sorgen, dass Menschen überhaupt erfahren, dass es dein Unternehmen gibt.
Die gute Nachricht: Du musst nicht überall gleichzeitig präsent sein.
Viel wichtiger ist, dass die richtigen Menschen verstehen:
Wer bist du? Was bietest du an? Welches Problem löst du – und warum sollten sie sich ausgerechnet bei dir melden?
Mit diesen 10 Tipps kannst du dir Schritt für Schritt eine Grundlage schaffen, mit der aus Sichtbarkeit echte Anfragen und schließlich Kunden werden.
1. Versuche nicht, „alle“ als Kunden anzusprechen
Einer der häufigsten Fehler am Anfang ist der Gedanke:
„Eigentlich kann jeder mein Kunde sein.“
Theoretisch vielleicht. Für dein Marketing ist das aber schwierig.
Denn wenn du alle ansprichst, fühlt sich häufig niemand wirklich angesprochen.
Stell dir deshalb lieber eine konkrete Person vor.
Nehmen wir an, du bist Ernährungsberaterin. Dann macht es einen großen Unterschied, ob du dich an Menschen richtest, die einfach gesünder essen möchten, an berufstätige Eltern mit wenig Zeit oder an Sportler, die ihre Ernährung optimieren wollen.
Je genauer du weißt, wen du erreichen möchtest, desto leichter werden fast alle weiteren Entscheidungen:
Welche Texte stehen auf deiner Website?
Welche Fragen beantwortest du?
Welche Social-Media-Beiträge erstellst du?
Wo wirbst du?
Welche Bilder verwendest du?
Und vor allem: Welche Probleme sprichst du an?
Eine einfache Übung
Beantworte diese drei Fragen:
Wer soll bei mir kaufen?
Welches konkrete Problem hat diese Person?
Warum ist mein Angebot für sie interessant?
Wenn du darauf klare Antworten findest, hast du schon einen wichtigen Teil deiner Marketingstrategie geschafft.
2. Formuliere dein Angebot so, dass Kunden es sofort verstehen
Du kennst dein Angebot in- und auswendig.
Deine potenziellen Kunden nicht.
Und genau deshalb sind Formulierungen wie
„individuelle Lösungen“
„ganzheitliche Beratung“
„maßgeschneiderte Konzepte“
oder
„Qualität und Service aus einer Hand“
oft viel weniger hilfreich, als sie zunächst klingen.
Sie sagen kaum etwas darüber aus, was ein Kunde am Ende tatsächlich bekommt.
Versuche stattdessen, dein Angebot aus Kundensicht zu formulieren.
Nicht:
„Ich biete professionelle Ernährungsberatung.“
Sondern beispielsweise:
„Ich helfe berufstätigen Menschen dabei, sich im Alltag gesund zu ernähren – ohne komplizierte Ernährungspläne und stundenlanges Vorkochen.“
Plötzlich entsteht ein Bild.
Der Kunde erkennt sich wieder.
Genau das sollte dein Marketing erreichen.
Frage dich:
Kann jemand, der dein Unternehmen noch nie gesehen hat, innerhalb weniger Sekunden verstehen,
- was du anbietest,
- für wen dein Angebot gedacht ist,
- welches Problem du löst und
- was der nächste Schritt ist?
Wenn nicht, solltest du genau dort anfangen.
3. Nutze dein bestehendes Netzwerk – ohne dich wie ein Verkäufer zu fühlen
Gerade zu Beginn können Menschen aus deinem bestehenden Umfeld entscheidend sein.
Damit sind nicht nur Familie und enge Freunde gemeint.
Denke auch an:
ehemalige Kollegen, frühere Kunden, Geschäftskontakte, Bekannte, Vereinsmitglieder, Nachbarn oder Menschen aus deinem beruflichen Netzwerk.
Informiere sie darüber, was du jetzt machst.
Dabei musst du niemandem etwas aufdrängen.
Statt:
„Ich bin jetzt selbstständig. Möchtest du etwas kaufen?“
kannst du ganz natürlich sagen:
„Ich habe mich gerade mit XY selbstständig gemacht und unterstütze vor allem [Zielgruppe] dabei, [Problem zu lösen]. Falls dir jemand einfällt, für den das interessant sein könnte, freue ich mich sehr, wenn du an mich denkst.“
Das fühlt sich nicht nach aggressiver Akquise an.
Du sorgst lediglich dafür, dass Menschen wissen, was du machst und wen du suchst.
Denn Empfehlungen können nur entstehen, wenn andere dein Angebot erklären können.
4. Sorge dafür, dass du bei Google gefunden werden kannst
Stell dir vor, jemand braucht genau deine Leistung.
Was macht diese Person?
Sehr häufig wird zunächst gesucht.
Zum Beispiel nach:
„Fotograf Penzberg“
„Kosmetikstudio in der Nähe“
„Webdesigner für Selbstständige“
„Restaurant italienisch Penzberg“
oder
„Ernährungsberatung online“
Genau in diesem Moment möchtest du sichtbar sein.
Für lokal tätige Unternehmen ist deshalb ein Google Unternehmensprofil besonders interessant. Ein gepflegtes Profil kann unter anderem Informationen wie Leistungen, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Bilder und Bewertungen direkt in Google und Google Maps sichtbar machen.
Doch auch deine eigene Website spielt eine wichtige Rolle.
Überlege dabei nicht nur, wie dein Unternehmen heißt, sondern wonach potenzielle Kunden tatsächlich suchen würden.
Ein Friseursalon wird beispielsweise wahrscheinlich häufiger über
„Friseur + Ort“
gefunden als über einen kreativen Markennamen, den ein neuer Kunde noch gar nicht kennt.
Mein Tipp:
Suche selbst einmal nach deiner Dienstleistung, ohne deinen Unternehmensnamen einzugeben.
Würdest du dein Unternehmen finden?
Wenn die Antwort Nein lautet, hast du bereits einen sehr konkreten Ansatzpunkt für dein Marketing.
5. Betrachte deine Website nicht als Visitenkarte, sondern als Verkäufer
Eine Website zu haben und eine Website zu haben, die Kunden gewinnt, sind zwei unterschiedliche Dinge.
Viele Websites sehen hübsch aus, beantworten aber nicht die Fragen, die ein potenzieller Kunde wirklich hat.
Ein Interessent möchte beispielsweise wissen:
Bin ich hier richtig?
Kann diese Person mein Problem lösen?
Was genau bekomme ich?
Was kostet das ungefähr?
Kann ich dieser Person vertrauen?
Wie kann ich Kontakt aufnehmen?
Deine Website sollte diese Fragen möglichst einfach beantworten.
Sie arbeitet dabei rund um die Uhr für dich. Während du schläfst, bei einem Kunden bist oder Wochenende hast, können sich Interessenten über dein Angebot informieren.
Eine gute Website führt Besucher deshalb Schritt für Schritt von
„Wer ist das?“
über
„Das klingt genau nach meinem Problem.“
zu
„Da möchte ich mich melden.“
Prüfe deine eigene Startseite
Öffne sie am besten einmal auf deinem Smartphone und stelle dir vor, du kennst dein Unternehmen nicht.
Kannst du innerhalb weniger Sekunden erkennen, was angeboten wird?
Ist der nächste Schritt offensichtlich?
Gibt es einen gut sichtbaren Kontaktbutton?
Wirkt die Seite aktuell und vertrauenswürdig?
Falls du bei mehreren Fragen zögerst, liegt dort möglicherweise bereits Potenzial für mehr Anfragen.
6. Zeige nicht nur dein Angebot – baue Vertrauen auf
Besonders bei einem neuen Unternehmen gibt es ein Problem:
Potenzielle Kunden kennen dich noch nicht.
Und bevor Menschen Geld ausgeben, möchten sie wissen, mit wem sie es zu tun haben.
Deshalb verkauft eine reine Leistungsbeschreibung oft schlechter als eine Website oder ein Social-Media-Auftritt, der zusätzlich Vertrauen schafft.
Zeige beispielsweise:
- wer hinter deinem Unternehmen steckt,
- wie du arbeitest,
- warum du dich selbstständig gemacht hast,
- welche Erfahrung du mitbringst,
- wie eine Zusammenarbeit abläuft,
- Ergebnisse oder Referenzen,
- Kundenstimmen,
- echte Projekte und
- Antworten auf häufige Fragen.
Du musst dabei nicht versuchen, größer zu wirken, als du bist.
Gerade bei Selbstständigen und kleinen Unternehmen kann Persönlichkeit ein großer Vorteil sein.
Menschen entscheiden sich häufig nicht nur für eine Leistung.
Sie entscheiden sich auch für die Person, mit der sie zusammenarbeiten möchten.
7. Sei dort sichtbar, wo deine Kunden tatsächlich sind
Instagram. Facebook. LinkedIn. TikTok. Pinterest. Google. Newsletter. Blog. YouTube. Märkte.
Die Liste wird schnell lang.
Und genau hier verzetteln sich viele frisch Selbstständige.
Du brauchst nicht sieben Kanäle.
Du brauchst zunächst die richtigen.
Wenn du beispielsweise Restaurants in deiner Region belieferst, können persönliche Kontakte, Google und lokale Netzwerke wesentlich interessanter sein als tägliche TikTok-Videos.
Bietest du dagegen Hochzeitsdekoration an, können visuelle Plattformen eine völlig andere Bedeutung bekommen.
Verkaufst du eine B2B-Dienstleistung, könnte wiederum LinkedIn sinnvoll sein.
Die entscheidende Frage lautet nicht:
„Auf welcher Plattform sollte ein Unternehmen heute sein?“
Sondern:
„Wo suchen meine Kunden nach genau meinem Angebot?“
Wähle am Anfang lieber ein oder zwei Kanäle aus und bespiele diese vernünftig.
Zehn halb gepflegte Profile helfen dir weniger als eine klare Website, ein gutes Google-Profil und ein Kanal, auf dem du regelmäßig sichtbar bist.
8. Verkaufe nicht ständig – hilf deinen zukünftigen Kunden
Viele Menschen denken bei Marketing zuerst an Werbung.
Dabei kann gutes Marketing schon viel früher beginnen.
Beantworte die Fragen, die deine potenziellen Kunden ohnehin haben.
Ein Immobilienmakler könnte erklären:
„Welche Unterlagen brauche ich für einen Hausverkauf?“
Eine Kosmetikerin:
„Welche Gesichtsbehandlung passt zu trockener Haut?“
Ein Restaurant:
„Was ist der Unterschied zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?“
Eine Webdesignerin:
„Was braucht eine gute Website für Selbstständige?“
Damit erreichst du zwei Dinge gleichzeitig:
Du wirst für Themen sichtbar, die deine Zielgruppe interessieren.
Und du zeigst bereits vor dem ersten Gespräch, dass du weißt, wovon du sprichst.
Genau deshalb können Blogartikel, Ratgeber, kurze Videos, FAQs oder Social-Media-Beiträge so wertvoll sein.
Du beantwortest eine Frage, bevor der Kunde sie dir persönlich stellt.
Und wenn später Unterstützung benötigt wird, bist du möglicherweise bereits die Person, an die er denkt.
9. Mache es Interessenten extrem einfach, dich zu kontaktieren
Das klingt banal.
Ist es aber nicht.
Manchmal scheitert eine Anfrage nicht daran, dass dein Angebot uninteressant ist.
Sondern daran, dass der nächste Schritt zu kompliziert ist.
Eine Telefonnummer irgendwo im Impressum reicht deshalb nicht unbedingt.
Ein Interessent sollte möglichst schnell verstehen:
Was soll ich jetzt tun?
Zum Beispiel:
Kostenloses Erstgespräch vereinbaren
Termin anfragen
Angebot anfordern
Tisch reservieren
Projekt besprechen
Jetzt unverbindlich anfragen
Platziere solche Handlungsaufforderungen dort, wo jemand eine Entscheidung treffen könnte – nicht ausschließlich ganz unten auf deiner Website.
Und verlange beim ersten Kontakt nicht mehr Informationen als nötig.
Ein Formular mit 15 Pflichtfeldern wirkt schnell wie Arbeit.
Name, Kontaktmöglichkeit und eine kurze Nachricht reichen für den Anfang häufig völlig aus.
Marketing hat schließlich nicht nur die Aufgabe, Menschen auf dich aufmerksam zu machen.
Es sollte ihnen auch den Weg vom Interesse zur Anfrage so leicht wie möglich machen.
10. Warte nicht darauf, dass alles perfekt ist
Vielleicht der wichtigste Punkt:
Du brauchst am Anfang nicht das perfekte Marketing.
Du brauchst Marketing, das stattfindet.
Viele Selbstständige verbringen Wochen mit ihrem Logo, ändern zum fünften Mal ihre Farben, überarbeiten ständig ihre Instagram-Bio und überlegen monatelang, welche Überschrift auf die Website soll.
Währenddessen weiß kaum jemand, dass es ihr Unternehmen überhaupt gibt.
Starte.
Sprich mit Menschen.
Veröffentliche deine Website.
Bitte um Empfehlungen.
Schreibe hilfreiche Inhalte.
Optimiere dein Google-Profil.
Teste unterschiedliche Angebote.
Frage Kunden, warum sie sich für dich entschieden haben.
Und verbessere dein Marketing anhand dessen, was du dabei lernst.
Denn gerade zu Beginn kennst du deine zukünftigen Kunden noch nicht perfekt.
Viele Erkenntnisse entstehen erst, wenn die ersten Gespräche und Anfragen kommen.
Was solltest du also zuerst tun?
Wenn du gerade selbstständig geworden bist, musst du nicht morgen zehn neue Marketingmaßnahmen starten.
Beginne mit diesen fünf Punkten:
1. Formuliere klar, wem du hilfst und wobei.
2. Sorge dafür, dass dein Angebot online professionell präsentiert wird.
3. Richte deine Google-Präsenz ein bzw. optimiere sie.
4. Erzähle deinem Netzwerk konkret, was du anbietest.
5. Entscheide dich für ein oder zwei Marketingkanäle, die zu deiner Zielgruppe passen.
Und dann beobachte:
Woher kommen Anfragen?
Welche Fragen stellen Interessenten?
Welche Leistung interessiert sie besonders?
Warum entscheiden sie sich für dich – oder dagegen?
Genau daraus entsteht mit der Zeit eine Marketingstrategie, die zu deinem Unternehmen passt.
Nicht irgendeine Strategie aus einem Instagram-Reel.
Deine.
Warum „mehr Marketing“ nicht immer die Lösung ist
Vielleicht postest du bereits regelmäßig.
Vielleicht verteilst du Flyer.
Vielleicht läuft sogar schon Werbung.
Trotzdem kommen kaum Anfragen.
Dann liegt das Problem nicht zwangsläufig daran, dass du noch mehr machen musst.
Manchmal fehlt die Grundlage.
Zum Beispiel:
Dein Angebot ist nicht klar genug.
Deine Website schafft noch zu wenig Vertrauen.
Du wirst bei Google kaum gefunden.
Die falschen Menschen sehen deine Werbung.
Dein Außenauftritt wirkt nicht einheitlich.
Oder Interessenten wissen nicht, warum sie sich gerade für dich entscheiden sollten.
Deshalb lohnt es sich, nicht einfach die nächste Marketingmaßnahme zu starten, sondern zuerst das Gesamtbild anzuschauen.
Was funktioniert bereits? Was fehlt? Und welche Maßnahme bringt dich deinem Ziel tatsächlich näher?
Du musst deine Selbstständigkeit nicht gleichzeitig aufbauen und Marketingprofi werden
Du hast dich vermutlich nicht selbstständig gemacht, weil du unbedingt Websites optimieren, Keywords recherchieren, Werbeanzeigen erstellen und Marketingstrategien entwickeln möchtest.
Du möchtest das tun, wofür du dein Unternehmen gegründet hast.
Und genau dabei kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Bei TraumStart unterstütze ich Selbstständige und kleine Unternehmen dabei, sichtbar zu werden und aus ihrem Auftritt ein stimmiges Gesamtbild zu machen – von der Website über Branding bis zum passenden Marketing.
Dabei geht es nicht darum, dir möglichst viele Maßnahmen zu verkaufen.
Sondern herauszufinden:
Was braucht dein Unternehmen wirklich?
Vielleicht fehlt dir eine professionelle Website.
Vielleicht ist deine Website schon gut und es geht hauptsächlich darum, besser gefunden zu werden.
Vielleicht brauchst du einen klareren Außenauftritt.
Oder du weißt gerade schlicht nicht, wo du mit deinem Marketing anfangen sollst.
Genau das können wir gemeinsam herausfinden.
Lass uns deinen Traum sichtbar machen
Du bist frisch selbstständig oder möchtest endlich mehr Kunden erreichen, weißt aber nicht, welche nächsten Schritte wirklich sinnvoll sind?
Dann erzähl mir von deinem Unternehmen.
In einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation, deine Ziele und darauf, wo für dich das größte Potenzial liegt.
Kein Marketing-Blabla. Keine Lösung von der Stange.
Sondern eine Strategie, die zu dir, deinem Unternehmen, deiner Zielgruppe und deinem Budget passt.


